Kommentar: Klimapolitische Katerstimmung nach Bonn und Berlin

Mein kritischer Kommentar zur Klimakonferenz in Bonn als Vertreter des Deutschen Naturschutzrings:

Katerstimmung. Leider sind nach dem Höhenflug von Paris die alten Interessengegensätze wieder aufgebrochen. Keine Führung erkennbar, weder von China noch der EU. Deutschland orientierungslos, Frankreich zu schwach.
Lichtblick: Die Gründung einer Anti-Kohle-Allianz!

Eine hoffentlich bald handlungsfähige Bundesregierung muss Flagge zeigen – und schnellstens dem Kohleausstiegs-Klub beitreten!

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Was muss der Klimagipfel in Bonn leisten?

Mein Interview zur Klimakonferenz mit Radio Bremen heute morgen, am 06.11.2017 um 7 Uhr: Was auf der Konferenz wichtig ist – und wie unverzichtbar der Kohle-Ausstieg auch in Deutschland für die Erreichung der Klimaziele ist!

Internationaler Klimaschutz – auch ohne Trump

Veröffentlichung in UNIVERSITAS – Juli 2017 – Nummer 853

Universitas, Heft Juli 2017Dass alle Welt auf den US-Präsidenten und sein populistisches Nein zum Klimaabkommen von Paris schaut, wird den Erfordernissen der internationalen Klimapolitik nicht gerecht. Wir sollten jetzt eher so handeln, als ob es die USA gar nicht gäbe. Es ist jedenfalls höchste Zeit, innerhalb und außerhalb der internationalen Verträge neue Allianzen der Vernunft zu bilden.

Das Theater um den angekündigten Rückzug der USA vom Pariser Klimaabkommen hatte fast absurde Züge. Die Drähte zwischen den Hauptstädten liefen heiß, von allen möglichen virtuellen Plattformen wurde man aufgefordert, per Massenmail im Weißen Haus zu protestieren, Sondersendungen bei Phoenix und anderen Nachrichtenkanälen – die Deutsche Welle richtete sogar eine Live-Schaltung über mehrere Stunden ein, um auch wirklich jedes Gerücht durch kundige Experten kommentieren zu lassen. Und das alles nicht, weil vielleicht die erste bemannte Marslandung zu feiern gewesen wäre, sondern weil ein US-Präsidentendarsteller vor der Wahl versprochen hatte, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen und dies nun im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington verkündigt hat. Wenn man dem ganzen Theater etwas Positives abgewinnen will, dann dies: Es ist wirklich gut, dass die Klimapolitik den weltpolitischen Rang erhalten hat, der ihr angesichts der immer dramatischeren Nachrichten von der Ökofront auch tatsächlich gebührt.

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Interview: COP 23 und die US-Klimapolitik

EnergieAgentur.NRW – Ein Interview mit Manfred Fischedick und Hermann Ott

Entwicklung und Fortschritt bedeuten ständige Veränderungen. Manchmal geschehen diese Veränderungen unmerklich, manchmal dominieren sie unsere Wahrnehmung – und manchmal scheinen die Veränderungen gar kein Fortschritt zu sein, wie zum Beispiel die Klimaschutzpolitik der neuen amerikanischen Regierungsadministration. Vor dem Hintergrund der Klimakonferenz COP23, die im November in Bonn stattfinden wird, sprach die EnergieAgentur.NRW dazu mit Prof. Dr. Hermann Ott und Prof. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

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Klimapolitik trotz(t) Trump

Mit den Kollegen Wolfgang Obergassel und Lukas Hermwille vom Wuppertal Institut habe ich eine Kurzanalyse zum ‚PA-Exit‘ der USA verfasst (also der Kündigung des Pariser Klimaabkommens durch Trump) und wie die Weltgemeinschaft dafür sorgen kann dass der Klimaschutz nicht unter die Räder einer klimaskeptischen US-Administration kommt.

International Climate Policy: Trumping Trump

With collegues Wolfgang Obergassel and Lukas Hermwille from the Wuppertal Institute I have written a short policy brief on climate policy after the ‚PA-exit‘ (Paris Agreement Exit) announcement of Donald Trump after the G20 summit:

Trumps Verhalten ist vielleicht eine Chance

Interview in der Süddeutschen Zeitung

Die Entscheidung der USA, aus dem Abkommen von Paris auszusteigen, löst weltweit Entsetzen aus. Klimaexperte Hermann E. Ott hofft, dass der Rest der Welt den Kampf gegen die Erderwärmung nun verstärkt.

Vergesst Trump!

Beitrag auf klimaretter.info

Dass alle Welt auf den US-Präsidenten und sein Nein zum Paris-Vertrag starrt, wird den Erfordernissen der Klimapolitik nicht gerecht. Wir sollten jetzt so handeln, als ob es die USA gar nicht gäbe. Es ist höchste Zeit, innerhalb und außerhalb der internationalen Verträge Allianzen der Vernunft zu bilden.

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Die Bedrohung durch den Klimawandel ist angekommen

Mein Interview zu Trump auf N24 – der Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen könnte genau das Gegenteil bewirken, nämlich verbesserten Klimaschutz. Aber dieses unselige Konsensprinzip muss weg: Es darf nicht sein dass ein Staat mit Steinzeitpolitik unsere Zivilisation gefährdet!

Hermann E. Ott im Interview bei ntv

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Setting Sails for Troubled Waters

Eine Bewertung der Klimakonferenz von Marrakech

Vom 7. bis 18. November fand in Marrakech die zweiundzwanzigste Vertragsstaatenkonferenz (COP21) der UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) statt. Aufgrund des schnellen Inkrafttreten des Übereinkommens von Paris fand zudem im Rahmen der COP auch die erste Vertragsstaatenkonferenz des Pariser Abkommens (CMA1) statt.

Wissenschaftler(innen) des Wuppertal Instituts haben die Konferenz beobachtet und eine umfassende Auswertung der Ergebnisse erstellt (siehe unten).

An Assessment of the Marrakech Climate Conference

From 7 to 18 November 2016, the twenty-second Conference of the Parties (COP22) to the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) took place in Marrakech. Due to the early entry into force of the Paris Agreement, Marrakech also hosted the first Conference of the Parties serving as Meeting of the Parties to the Paris Agreement (CMA1).

Researchers from the Wuppertal Institute observed the conference and elaborated a detailed analysis of the results (see below).

marrakech-report

Conference Report „Setting Sails for Troubled Waters“(PDF)